4. Dezember

2. Advent – Barbaratag

Barbara von Nikomedien
(geboren Ende des 3. Jh., gest. um 306)

Die schöne und kluge Barbara wurde als Kind eines reichen Kaufmanns im 3. Jahrhundert in Kleinasien geboren. Dem heidnischen Vater missfiel, dass sich seine Tochter dem Christentum zuwandte. Er errichtete einen großen Turm und schloss Barbara darin ein, um sie von allen fremden Einflüssen fernzuhalten.

Während der Vater verreist war, ließ sich Barbara jedoch heimlich taufen. Nach seiner Rückkehr bat Barbara ihren Vater, den Bau eines BAdes zu veranlassen. Statt der vom Vater abgeordneten zwei Fenster ließ sie jedoch ein drittes in die Mauer schlagen, als Zeichen für die Heilige Dreifaltigkeit.

03_linie_1

Gemälde der heiligen Barbara -Urheber: Domenico Ghirlandaio (ca. 1473)

Der Vater stellte Barbara wegen des veränderten Baus zur Rede, und nachdem sie sich im als Christin offenbart hatte, wollte der rasende Mann seine Tochter erschlagen. Barbara konnte aus dem Turm fliehen, wurde aber später durch einen Hirten verraten und gefasst und dem römischen Statthalter Marcianus ausgeliefert.

Trotz Folter entsagte Brabara ihrem Glauben nicht und wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Auf dem Weg in ihr letztes Gefängnis blieb ein vertrockneter Zweig an ihrem Kleid hängen. In Ihrer Zelle netzte Barbara das Zweiglein mit Wasser aus ihrem Trinkbecher. Am Tag ihrer Hinrichtung blühten die Knospen auf und schenkten der heiligen in ihren letzten Stunden Trost.

Heute noch gedenken wur der heiligen Barbara, indem wir am Barbaratag Kirschzweige abschneiden. Wenn diese an Weihnachten blühen, verspricht uns das Glück und Fruchtbarkeit für das kommende Jahr.

Bluete

Blühende Apfel- oder Plaumenzweige bringen angeblich eine gute Obsternte, der Haselnusszweig hingegen Glück und Reichtum. Kastanienblüten sollen Christi Auferstehung bedeuten und Quittenzweige Freud und Leid in der Liebe.

Und wie heisst es in den Bauernregeln:
„Barbara im weißen Kleid
verkündet gute Sommerzeit“

 

03_linie_1

 

Wo die Zweige
Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.
Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat’s meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.
Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergaßen.
Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

Anna Ritter
(1865-1921)

03_linie_1

Heute ist aber auch der „Santa-macht-eine-Liste-Tag

Europäische Auswanderer brachten den Sankt-Nikolaus-Brauch mit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Insbesondere in den niederländischen Kolonien wurde das Sinterklaasfeest gefeiert, zumal Sankt Nikolaus auch der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York war. Aus Sinterklaas wurde Saint Claus und schließlich Santa Claus.

Bluete

Angeblich bringt der Weihnachtsmann „braven“ Kindern an Heiligabend Geschenke, den „bösen“ hingegen bloß eine Rute. Er vereinigt somit Eigenschaften des Myraer Bischofs Nikolaus und seines in Europa meistens als begleitender Gegenspieler dargestellten strafenden Knechtes Ruprecht. Um festzustellen, wer böse und brav ist, setzt sich Santa Claus einen Tag lang hin und und erstellt eine entsprechende Liste.

Quellen: kleiner Kalender und Wikipedia

03_linie_1

Aus der Backstube – Zimtkekse

Zutaten:
3 Eiweiß, 250 g Puderzucker, 1 P Vanillezucker, 1 TL Zimt,
300 g gemahlene Haselnüsse, ganze Haselnüsse zum Garnieren

Zubereitung:
Eiweiß steif schlagen. Puderzucker und Vanillezucker beim Rühren dazu geben. Eine halbe Tasse der Masse entnehmen. Zimt und Haselnüsse unter die restliche Masse rühren. Walnussgroße Kugeln auf ein gefettetes Backblech geben und ein wenig flach drücken. Mit der zurückgelegten Eiweißmasse bestreichen. Zum Schluss mit den gemahlenen Haselnüssen garnieren.
Das erste Backblech 30-40 Minuten, jedes weitere 25-30 Minuten bei 150° backen.

birds-garland

zurück zum Kalender