7. Dezember

Woher bekam der Weihnachstmann sein rotes Kostüm?

Wer hat’s erfunden?
Nein, die Schweizer waren es diesmal nicht.
Und Coca Cola?

Das Weihnachtsfest hat seinen Ursprung am 25. Dezember 217. Der damalige erklärte diesen Tag zum Geburtstag von Jesus Christus. Er tat das nicht von ungefähr, denn der 25. Dezember ist der Tag der Wintersonnenwende und mit diesem Schritt vereinte er die christliche Lehre mit den heidnischen Riten, die schon seit jeher diesen Tag feierten, nur mit dem Unterschied, dass die Heiden nicht die Geburt Christi feierten, sondern den Frühling herbeisehnten. Aber auch einige andere Rituale der Heiden machte sich die frühchristliche Kirche zu Eigen. So das ausgelassene Feiern, das zu Ehren des Gottes Saturn schon am 19. Dezember für eine Woche zelebriert wurde und das Schmücken von Bäumen, die dann zur Ehre des Sonnengottes verbrannt wurden.

Den Vorschlag seines Amtsbruders Hyppolit konnte jedoch erst Papst Liberius im Jahr 354 endgültig durchsetzen und zum Glaubenssatz der katholischen Kirche wurde es schliesslich 381 auf dem Konzil von Konstantinopel erklärt. Nachdem die christliche Kirche diese Riten in abgewandelter Form übernommen hatte, fügte die Kirche noch das Krippensymbol, Weihnachtslieder und ein opulentes Festessen hinzu, an dem sich Reiche und Arme gleichermaßen sättigen durften.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts hatte der Nikolaus seinen ersten Auftritt. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Nikolaus immer weltlicher und methamorphosierte allmählich zum Weihnachtsmann, respektive zu Santa Claus. Wie man sich jedoch den Nikolaus bzw. den späteren Weihnachtsmann vorstellen sollte, war nicht festgelegt worden und so gab es die verschiedensten Vorstellungen und Darstellungen von seinem Aussehen.

Das ursprüngliche Aussehen von Santa Claus stammt auch nicht von Haddon Sundblom. Der „Erfinder“ dieser neuen Figur ist der 1840 in der Stadt Landau in der Pfalz geborene und 1846 mit seiner Mutter in die USA ausgewanderte Thomas Nast. Während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861 – 1865) kreierte er aus dem Pelznickel seiner Kindheit und dem in niederländischer Tradition stehenden Santa Claus den amerikanischen Weihnachtsmann: Aus dem Asketen Nikolaus war ein gemütlicher, rotgewandeter Dicker geworden. Den weißen Pelzbesatz zur roten Kleidung schließlich erhielt der Weihnachtmann.

Thomas Nast etablierte auch den Nordpol als Heimatsitz von Santa Claus. Auf einer Zeichnung aus dem Jahre 1865 verfolgen zwei Kinder auf einer Weltkarte den weiten, beschwerlichen Weg vom Nordpol in die Vereinigten Staaten. Im folgenden Jahr griff der Schriftsteller George P. Webster diese Idee auf und erklärte, dass in den langen Sommermonaten die Spielzeugfabrik und das Haus von Santa Claus durch Schnee und Eis des Nordpols versteckt seien.

1931 beauftragte die Firma Coca Cola den Zeichner Haddon Sundblom, den Weihnachtsmann für eine Anzeige zu gestalten. Angeblich diente sein eigenes Gesicht als Vorlage. Aber das die Gestalt des Weihnachtsmannes auch der germanischen Mythologie entlehnt worden sein kann und den Gott Thor darstellt, wäre ebenfalls denkbar. Sundblom wird sich, da er schwedische Wurzeln hat, seiner nordischen Götterwelt erinnert haben. In dieser wird Thor als älterer, korpulenter Mann, der stets freundlich ist und einen langen weißen Bart hat, beschrieben.

Apropos heidnische Riten und Ähnlichkeiten zur Gottheit Thor beschreibt Rudolf Pörtner in seinem Buch „Die Wikinger-Saga“ ihn so: »Gott Thor, der volkstümlichste der nordischen Götter, wirkt demgegenüber (Odin) wie ein Bauer, ein wenig vulgär, aber sympathisch. … Ein Fels von einem Kerl, rotbärtig, mit mächtig entwickeltem Bizeps, bewohnte er einen Palast …; konsumierte er in einem Arbeitsgang einen kompletten Ochsen, acht Lachse und eine Unmenge Leckereien; ließ er, ohne mit der Wimper zu zucken, drei Faß Met durch die erhitzte Kehle strömen; rollte er, umäßig grölend und lärmend, mit seinem Bockgespann durch die Wolken… Thor war frei von Bosheit. Leicht erregbar zwar … aber gutmütig und den Menschen wohlgesonnen. Kurzum: eine ehrliche Haut, grob und polternd, aber voller Güte.«

Passt doch irgendwie. Ho Ho Ho! Der Weihnachtsmann in den Hausfarben von Coca Cola wünschte in einer USA-weiten Plakat-Aktion neben einem Gabenstrumpf eine erfrischende Pause.

snta_cc

Seit diesem außerordentlich erfolgreichen Werbefeldzug ist der Weihnachtsmann standardisiert.

santabar

Andere haben da wegen dem roten Anzug eine andere Theorie …

Wie_entsteht_ein_Nikolaus

… aber das ist natürlich nur ein böser Scherz.

santabar

10 kleine Weihnachtsmänner

10 kleine Weihnachtsmänner
hol’n Schlitten aus der Scheun‘
der eine schlüpft noch mal ins Bett
da waren’s nur noch neun.

9 schnelle Weihnachtsmänner
flitzen durch die Nacht,
dem einen kippt der Schlitten um
da waren’s nur noch acht.

8 gute Weihnachtsmänner
begegnen bösen Dieben,
der eine wird gleich eingesackt
da waren’s nur noch sieben.

7 freche Weihnachtsmänner
ärgern eine Hex‘,
dem einen wachsen Hasenohr’n
da waren’s nur noch sex, … äh sechs.

6 leise Weihnachtsmänner
nähern sich aus Strümpf‘,
den einen friert’s am großen Zeh
da waren’s nur noch fünf.

5 liebe Weihnachtsmänner
helfen einem Tier,
der eine baut noch schnell ’nen Stall –
da waren’s nur noch vier.

4 bange Weihnachtsmänner
hören einen Schrei,
der eine hat sich so erschreckt
da waren’s nur noch drei.

3 dicke Weihnachtsmänner
stärken sich mit Brei,
dem einen hat’s zu gut geschmeckt
da waren’s nur noch zwei.

2 müde Weihnachtsmänner
werden immer kleiner,
der eine stolpert über’n Bart
da war es nur noch einer.

1 armer Weihnachtsmann
stapft ganz allein nach Haus,
da winken schon die ander’n neun
zu allen Fenstern raus.

10 frohe Weihnachtsmänner
machen sich gleich dran,
und im Paket, da ist man staunt
ein elfter Weihnachtsmann.

xmanner

Alle kleinen Weihnachtsmänner
wünschen frohes Fest
mit viel Tamtam und Gloria
und nur das Allerbest!

santabar

Weil heute der 7. Dezember ist, geht ein besonderer Geburtstagsgruß an ein Winterkind. Nein, nicht an das Winterkind, an das andere … 😉

Und eines ist ja klar…

xmasdoof

birds-garland

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