11. Dezember

lm130.jpg3. Advent – Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt ist aufgebaut,
Zuckerhäuschen wo man schaut.
Lichter zart mit warmem Schein,
dringen in die Herzen ein. Atmosphäre,
die man kennt, stiller Zauber im Advent.

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An vielen Orten wird in der Vorweihnachtszeit ein Weihnachtsmarkt abgehalten. Mancherorts heißen sie auch Christkindlmarkt, Adventsmarkt oder wie in Dresden Striezelmarkt.

Ursprünglich dienten die Weihnachtsmärkte dazu, den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit zu geben, sich mit winterlichem Bedarf einzudecken. Im Laufe der Zeit wurden die Märkte zu einem festen Element des weihnachtlichen Brauchtums. Im hiesigen TV gabe es auch in diesem Jahr wieder eine TopTen-Liste der schönsten Weihnachtsmärkte, dabei solche des Erzgebirges, aber auch des Nürnberger Christkindlesmarktes, den es seit dem 17. Jahrhundert gibt.

wmleipzig.jpgDie Geschichte des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht zum Beispiel bis ins Jahr 1767 zurück. Er landete auf dem 3. Platz der Umfrage. Im letzten Jahr war es ein richtiges Gedränge zwischen den Ständen, die sich in der der Innenstadt verteilten. Ein Besuch lohnt sich allemal, auch wenn Baustellen und Kräne das typische Bild des Marktes „verschandeln“.

Auf dem 2. Rang landete der Deutschlands – der Dresdner Striezelmarkt, der erstmals 1434 erwähnt wurde. Zu den Highlights dieses traditionsreichen Weihnachtsmarktes gehören die Dresdner Christstollen und die Schnitzereien aus dem Erzgebirge. Als schönster Weihnachtsmarkt wurde der in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt gekürt, welcher sich um den Erfurter Dom präsentiert.

Natürlich gibt es auch viele andere schöne Weihnachtsmärkte. Ich denke da z.B an den historischen Weihnachtsmarkt auf der Wartburg bei Eisenach, den längsten Weihnachtsmarkt immer am 3. Advent im „Weihnachtstal“ bei Eisenberg oder auch in der Jenaer Altstadt.

Weihnachtsmarkt Jena 2009

Egal wo und wann, ein Bummel über einen Weihnachtsmarkt gehört in dieser Jahreszeit einfach dazu.

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Das Honigkuchenherz

Wenn Anfang Dezember, wie jedes Jahr
in der Breitenstraße Weihnachtsmarkt war,
dann kamen die Leute aus Stadt und Land
– so war unser Weihnachtsmarkt bekannt.

Von Kilians- bis Klostergasse
ging der Betrieb die ganze Straße.
Von einem bis zum anderen Ende
standen die Buden und Stände.

Da gab es Nüsse und Apfelsinen,
Mannabrot, Mandeln und Rosinen,
Hampelmänner ohne lange Scharniere,
die lauter Kunststücke vollführen…

Verlockende Düfte erfüllten die Luft
Türkischer Honig und Salzbrezelduft.
Thüringer Rostbratwurst duftete lecker
– daneben roch es nach Zuckerbäcker.

Vor der Bude vom Zuckerbäcker stand
ein Opa mit dem Enkelkind an der Hand,
und Fritz erwählte nach langem Suchen
ein großes Herz aus Honigkuchen.

Für dieses große Kinderglück
zahlte der Opa ein Groschenstück.
Nun gingen Opa und Fritz die Runde
und es dauerte fast eine ganze Stunde.

Vor jeder Bude blieb der kleine Fritz steh`n
denn überall gab es was Neues zu seh`n…
Dann sagte er ganz leise
„Opilein, Opa, ich muss mal, aber nur klein.“

Tatkräftig sagte Opa, der Gute
„Komm, geh hinter diese Bude
– ich bleib ganz dicht vor Dir steh`n
dann kannste, und keiner kann es seh`n.“

Fest in der Hand seinen Honigkuchen
tat Fritzchen nun die Knöpfe suchen
– der kalte Wind pfiff ihm um die Ohren,
die Fingerchen waren blaugefroren.

Und deshalb traf er auch einige Mal
den Honigkuchen mit seinem Strahl.
Der kleine Fritz, der merkte es gleich
– sein Honigkuchen, der wurde ganz weich.

Nun heulte er ohne Unterlass :
„Opa, mein schönes Herz ist ganz nass! “
Da ging dann der Opa, der einzig Gute
mit Fritz zurück zur Zuckerbude
und stillte dessen großen Schmerz
mit einem zweiten Kuchenherz.

Nun hatte er zwei Herzen, das war ihm klar,
von denen eines nicht in Ordnung war…
Er wollte den Opa entscheiden lassen
„Sag, was machen wir mit dem nassen?“
Der Opa wusste auch hier in der Tat
gleich wieder einen guten Rat:
„Weißt Du, mein Junge, das machen wir so
– das Nasse bekommt Oma, die stippt sowieso!“

honigkuchenherz.jpg

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Ich mag den Beerenpunsch:
nach 5 hab ich keinen Wunsch.
Darum schreib ich schnell dem Weihnachtsmann,
solange er meine Schrift noch lesen kann.

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